Der Frühabort in den ersten 12 Schwangerschaftswochen

Eine Schwangerschaft ist sowohl für das Kind als auch für die Mutter mit einem Risiko verbunden. Sind die ersten Wochen einer Schwangerschaft überstanden, kann in den meisten Fällen mit einem positiven Verlauf gerechnet werden. Bis zur zwölften Schwangerschaftswoche ist das Risiko einer Fehlgeburt, auch Frühabort genannt, jedoch deutlich erhöht. Die Warnzeichen sind häufig diffus und werden in vielen Fällen falsch gedeutet.

Frühabort: Ursachen und Häufigkeit

Eine Fehlgeburt in den ersten zwölf Schwangerschaftswochen ist nicht selten und betrifft ungefähr 15 % aller festgestellten Schwangerschaften. Die Ursachen für eine frühe Fehlgeburt sind vielseitig. Nistet sich der Embryo nicht richtig in der Gebärmutterwand ein oder besitzt grössere genetische Fehler, kann dies zu einem Frühabort führen. Aber auch scheinbar harmlose Infekte oder bestimmte Medikamente können als Ursachen in Betracht kommen. Weitere Risikofaktoren sind Stress, Rauchen sowie sonstiger Drogen- und Alkoholkonsum.

Wie bemerke ich eine Fehlgeburt in den ersten zwölf Wochen?

Weiss eine Frau nicht, dass sie schwanger ist, kann der Frühabort schnell mit einer Zwischenblutung verwechselt werden und bleibt unentdeckt. Bis zur zwölften Woche kann sich ein Frühabort jedoch auch durch Symptome ankündigen. Diese zeigen sich etwa durch Schmerzen im Unterleib, plötzlich auftretende Blutungen, Fieber oder Ausfluss. Solche Symptome sind bei einem Frühabort allerdings nicht zwingend. Es kann auch zu einer symptomlosen Frühfehlgeburt kommen, die erst bei der nächsten Vorsorgeuntersuchung festgestellt wird.

Was muss ich im Falle einer Frühfehlgeburt tun?

Eine Fehlgeburt in den ersten zwölf Schwangerschaftswochen sollte vom Frauenarzt im Rahmen einer Ultraschalluntersuchung untersucht werden. Häufig stösst die Gebärmutter die komplette Eizelle ab, was einen anschliessenden medizinischen Eingriff nicht erforderlich macht. Sollten jedoch noch Teile des abgestorbenen Fötus in der Gebärmutter sein, können diese medikamentös entfernt werden. Die Medikamente lockern den Gebärmutterhals, was zur Absonderung der übrigen Schwangerschaftsteile führt. Sollte dies nicht erfolgreich sein, ist eine Ausschabung notwendig. Unabhängig von der körperlichen Behandlung müssen aber auch die psychischen Folgen berücksichtigt werden. Für Paare ist ein Frühabort sehr belastend, weshalb es ratsam sein kann, sich vom Arzt Informationen über eine psychologische Betreuung geben zu lassen.

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