Endometriose schränkt die Fruchtbarkeit ein

Monatsblutungen, die mit stärkeren Schmerzen einhergehen, sind für zahlreiche Frauen nichts Ungewöhnliches und werden nur selten ärztlich genauer untersucht. Die meisten Frauen gehen davon aus, dass dies zu den normalen Regelbeschwerden dazugehört. In vielen Fällen ist jedoch eine Endometriose ursächlich für die Regelschmerzen. Diese Krankheit kann einer Schwangerschaft entgegenstehen, weshalb bei starken Regelbeschwerden und einem unerfüllten Kinderwunsch professioneller Rat eingeholt werden sollte.

Was ist eine Endometriose?

Bei einer Endometriose siedeln sich Zellen, welche Ähnlichkeit mit denen der Gebärmutterschleimhaut besitzen, in anderen Regionen des Unterleibs an. Die Ausbreitung der Zellen erfolgt zum Beispiel in der Blase, dem Darm oder den Eileitern. Letzteres kann zu Verklebungen oder Verwachsungen führen, was eine Schwangerschaft auf natürlichem Wege erschwert. Ferner können gutartige Zysten an den Eierstöcken entstehen. Da der Krankheitsverlauf einer Endometriose in den meisten Fällen recht unproblematisch ist und auftretende starke Schmerzen während der Periode von den betroffenen Frauen häufig ignoriert werden, wird die Krankheit nicht immer diagnostiziert.

Ursachen einer Endometriose

Obwohl zahlreiche Frauen unter den Verwachsungen leiden, befindet sich die Forschung zu diesem Krankheitsbild leider noch am Anfang. Zu den Ursachen der Endometriose existieren bisher lediglich Theorien, welche unter anderem von einer „Wanderung“ von Zellen aus der Gebärmutterschleimhaut in andere Regionen des Körpers ausgehen. Auch eine direkte Beteiligung des Immunsystems bei der Entstehung der gutartigen Wucherungen wird diskutiert. Wissenschaftlich belegt ist bisher lediglich, dass Frauen mit einem kürzeren Menstruationszyklus häufiger unter einer Endometriose leiden. Gleiches gilt für Frauen, die bereits früh ihre erste Periode bekommen haben. Beides erhöht die absolute Anzahl an Menstruationstagen im Leben einer Frau, was von Wissenschaftlern als ausschlaggebender Risikofaktor angesehen wird.

Folgen einer Endometriose für den Kinderwunsch

Wissenschaftliche Studien haben ergeben, dass über 50 % der Frauen mit einem unerfüllten Kinderwunsch an einer Endometriose leiden. Die Verklebungen und Verwachsungen beeinträchtigen zum einen die Möglichkeit einer natürlichen Befruchtung und erhöhen zum anderen das Risiko einer Eileiterschwangerschaft. Aber auch die Entwicklung einer befruchteten Eizelle könnte laut Wissenschaftlern durch eine Endometriose negativ beeinflusst werden. Die Behandlung der Krankheit erfolgt nicht selten mit Hormonpräparaten, welche bestehende Endometriose-Herde ruhigstellen sollen. Werden die Eileiter durch Verklebungen verschlossen, ist hingegen eine Operation unumgänglich. Auch eine künstliche Befruchtung kann im Falle einer Endometriose eine Option sein.

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